- Neu ab 2022 «info@ONCO-SWISS»: Schweizer Krebsbulletin und «info@onkologie» in einem Heft
Das Krebsbulletin war seit jeher schriftlicher Ausdruck dieses Bedürfnisses, sich in vordigitalen Zeiten regelmässig gegenseitig zu informieren und weiterzubilden, sowie gleichzeitig die breite multiprofessionelle Entwicklung der ganzen Onkologie in einem einzigen nationalen unabhängigen Publikationsorgan aufzunehmen.
Die stürmische Entwicklung der gesamten Onkologie hat die ganze moderne Medizin als ihr Vorreiter in den letzten drei Dekaden geprägt und revolutioniert. Heute steht sie als führendes Fach vor enormen Herausforderungen. Kein Onkologe kann mehr behaupten, dass er das ganze Fachgebiet überblicken kann und immer mehr sind Organ- oder Methoden-fokussierte Experten gefragt. Seit wir aber begriffen haben, dass maligne Zellen nicht organspezifisch funktionieren, dass wir immer mehr tumoragnostische Zulassungen neuer Therapien haben und die personalisierte Medizin die Person und nicht das Ursprungs-organ im Fokus hat, dass das Immunsystem viel breiter maligne Zellen eliminieren kann, als wir dies erwartet haben, dass auch das politische Umfeld unser Tun massiv beeinflusst, ist der gemeinsame Austausch wieder wichtiger denn je, ja unerlässlich.
Die Medienlandschaft hat sich in den letzten 20 Jahren mit dem Aufkommen der internetbasierten Informationskanäle dramatisch verändert, was viele Printmedien unter Druck gesetzt hat. Um unser Schweizer Krebsbulletin nicht ganz aufzugeben, haben wir uns im Rahmen der breiten Trägerschaft der
Oncosuisse und der Redaktionsleitung des Krebsbulletins entschlossen, die beiden firmenunabhängigen Redaktionen des Krebsbulletins und der «info@onkologie» vom Aerzteverlag medinfo AG ab 1.1.2022 zusammenzulegen und neu auf die heutigen Bedürfnisse auszurichten – und dabei auch von den bereits gut eingeführten Online Möglichkeiten, inklusive einer medinfo-App, zu profitieren.
Die Zusammensetzung der neuen Redaktion und anderes mehr werden uns in den nächsten Wochen beschäftigen. Erfreulicherweise ist es uns gelungen, eine passende Lösung auf nationaler Basis zu finden, welche den Spirit des Krebsbulletins weiterführen wird. Und dies in der aktuellen immer breiteren Landschaft von Oncosuisse, und mit der bewährten Fortbildung der KollegInnen der «info@onkologie».
Wir freuen uns auf die neue gemeinsame Aufgabe!