Editorial

Was wissen Schweizerinnen und Schweizer über ­kardiovaskuläre Risikofaktoren?

  • Was wissen Schweizerinnen und Schweizer über ­kardiovaskuläre Risikofaktoren?


Liebe Leserinnen und Leser,

Herzkreislauf-Erkrankungen sind in der Schweiz die häufigsten nicht-übertragbaren Erkrankungen und leider weiterhin die Nummer 1 bei den Todesursachen. Das Wissen um die Risikofaktoren für Herzkreislauf-Erkrankungen ist in der Prävention essenziell. Wichtige seit Jahrzehnten bekannte behandelbare Risikofaktoren sind die Dyslipidämie, die arterielle Hypertonie und der Diabetes, hinzu kommen Nikotinabusus und Bewegungsmangel, welche mit Verhaltensänderung positiv beeinflusst werden können.

Im Artikel von Prof. Thomas und Dr. Andrea Rosenmann und Prof. Thomas F. Lüscher geht es darum, mittels eines Online-Fragebogens in einer medizinischen Laienzeitschrift die Kenntnisse bezüglich kardiovaskulärer Risikofaktoren in der Schweizer Bevölkerung abzuholen. Positiv war, dass die Mehrheit der 3166 Befragten ihre Gesundheit als gut bis sehr gut einstuften. Gut 64 % gaben an, ihren Blutdruck gut zu kennen, dagegen hatten nur 39 % Kenntnisse bezüglich ihrer Lipidwerte. Rauchen wurde als stärkster Risikofaktor eingeschätzt mit über 77 %, der Bewegungsmangel immerhin mit gut 75 %. Fazit ist, dass die befragte Schweizer Bevölkerung insgesamt über kardiovaskuläre Risikofaktoren gut orientiert ist. Wie aber steht es mit der Therapie der behandelbaren Risikofaktoren, respektive der Umsetzung des Wissens mit entsprechenden Verhaltensänderungen, insbesondere beim Rauchen und bei Bewegungsmangel? Was würde aktuell besser passen zum beginnenden Frühling, als sich nun endlich wieder mehr zu bewegen und das Erwachen der Natur aktiv zu erleben, sei es bei einer Velotour oder einfach beim zügigen Spazieren, denn durch die körperliche Aktivität werden auch die meisten anderen Risikofaktoren positiv beeinflusst.

Im Mini-Review von Melanie Kraus und Kriemhild Lippay erfahren Sie zudem, was vor und während der Therapie bei rheumatoider Arthritis in der Hausarztpraxis zu beachten ist. Der Artikel zeigt eine Übersicht über die Therapie-Optionen und das Screening und die Prophylaxe von Infekten, insbesondere unter den Disease-Modifying Anti-Rheumatic Drugs DMARDs, basierend auf den Empfehlungen der European Alliance of Associations for Rheumatology (EULAR) und der Schweizerischen Gesellschaft für Rheumatologie (SGR).

Wie üblich finden Sie in dieser Ausgabe weitere spannende Artikel und PRAXIS-Fälle.
Wir wünschen Ihnen eine interessante Lektüre unseres neuen PRAXIS Heftes.

Prof. Dr. med. Dagmar Keller Lang

Chefärztin, Leiterin Notfall
Klinik Gut
7500 St. Moritz

d.keller@klinik-gut.ch

PRAXIS

  • Vol. 114
  • Ausgabe 3
  • März 2025